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Der Dunning-Kruger Effekt


Wer die amerikanische Serie ‚Big Bang Theory‘ sieht, stößt regelmäßig auf den Dunning Kruger Effekt. Er beschreibt des Menschen Unfähigkeit, seine eigene Expertise in einer Sache zutreffend einzuschätzen. Das ist beim Lernen ja oft so: je mehr man sich mit einer Sache beschäftigt, desto mehr ‚weiß [man], dass [man] nichts weiß‘ (frei nach Sokrates). Aber auch umgekehrt ist es leider wahr: Je weniger man sich mit einer Sache beschäftigt hat, desto leichter erscheint sie einem.

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David Dunning und Justin Kruger erforschten dies Phänomen an der Cornell Universität, NY, USA und kamen 1999 zu dem Resultat, dass weniger kompetente Personen 1. dazu neigen, ihre eigenen Fähigkeiten zu überschätzen; 2. überlegene Fähigkeiten bei anderen nicht (an)erkennen; 3. das Ausmaß ihrer eigenen Inkompetenz gar nicht zu erkennen vermögen.


Bei 4-5-jährigen ist das ein gesundes Entwicklungsstadium (schon 1977 meisterlich beschrieben in Astrid Lindgrens berühmtem Kinderbuch ‚Lotta kann fast alles‘). Wenn man diese Haltung bei Erwachsenen antrifft, handelt es sich entweder um Menschen, die gewöhnt sind, sich immer wieder neu Themen zu erarbeiten und sich deshalb auf ihre ‚operante Intelligenz‘ verlassen können. Oder um solche, die in Bezug auf ein bestimmtes Thema noch sehr ‚blauäugig‘ sind und den langen Weg der Erkenntnis noch vor sich haben.


Das geht uns allen ja mal so. Und dann heißt es: klein anfangen, als sei man wieder 5 Jahre alt. Und aus der Erziehung ergibt sich auch, wie man dem Dunning Kruger Effekt bei sich selbst und anderen entgegenwirken kann: Bildung, Reflexion und Übung steigern nicht nur die sachliche Kompetenz, sondern schulen auch unsere Fähigkeit, uns und andere besser einzuschätzen.“




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